Titel: Geschäftsreise



Der Tag war lang gewesen. Lang und anstrengend. Als das Taxi in Richtung des kleinen Hotels schwenkte, sah ich schon das viele Glas des Vorbaus. Seufzend griff ich zu meinem Samsonite und reichte dem Taxifahrer sein Geld. Mit Trinkgeld natürlich. ich bekam die Quittung und stieg aus. Sofort schlug mir die kalte Novemberluft entgegen. mein Atem dampfte vor dem Mund und es wurde bereits dunkel, obwohl kurz vor fünf am Nachmittag. Dennoch war ich geschafft und ausgelaugt. Ich machte mir trotz der Kälte nicht die Mühe, den grauen Mantel zu schließen. Statt dessen atmete ich noch einmal durch und streckte mich. Am Morgen noch die lange Fahrt mit der Bahn aus den schönen Niedersachsen in die Nähe von Düsseldorf und dann die scheinbar nicht enden wollenden Vorträge in der Hauptzentrale meiner Firma. Als neuer Mann im Norden, der seinen Vorgänger als Leiter einer Vertriebsstelle ersetzt lag natürlich alle Aufmerksamkeit auf mir und meinen Zahlen. Aber die sprachen für sich. Glücklicherweise. Und daran denken, was das für Schweiß gekostet hat, wollte ich erst gar nicht. Ich lächelte leicht und fuhr mit der Hand unter den Knoten der roten Krawatte. Ich mochte keinen Hemden und erst recht keine Krawatten. Aber neue Aufgaben brachten auch neue Pflichten mit sich. Wie ebenfalls auch vieles anderes, das nicht immer angenehm war. Noch einmal sah ich an dem Hotel hoch und nickte. Gut gewählt. Klein aber äußerst exklusiv. Ich setzte mich in Bewegung und sehnte mich nach einer heißen Dusche und einen kleinen Drink. Die Dame an der Rezeption sah auf, ihr Gesicht verzog sich zu einem äußerst angenehmen Lächeln. Sie wünschte mir einen guten Abend und ihre Stimme klang danach. Ich nickte und grüßte zurück. Sie zwinkerte mir tatsächlich freundlich zu. Aber leider eine Spur zu distanziert. Dann nannte ich meinen Namen und durfte mich auf einen Formular verewigen. Ich bekam die Schlüsseln, eine kurze Erklärung des Weges und wieder dieses bezaubernde Lächeln. Ich nahm alles drei sehr erfreut entgegen, grüßte noch einmal und ging in Richtung der Aufzüge. Ein kurzer Blick durch das Foyer und in den nahen Speisesaal, in dem auch eine Bar zu finden war reichten um den Eindruck von Exklusivität zu unterstreichen. Eine Exklusivität, die auch auf meinen Zimmer nicht nachließ und zum Glück auch nicht in schlechten Geschmack umschlug. Müde stieß ich mit dem Hacken die Tür ins Schloß und blieb ein paar Sekunden im halbdunklen Zimmer stehen. Zwei große Fenster ließen gerade so viel Licht des endenden Tages ins Zimmer, das ich Umrisse und Möbel erkennen konnte. Mit Licht sah alles noch viel annehmbarerer aus. Es war ein kleines Einzelzimmer, wie es üblich war für einen einzelnen reisenden: ein kleines Wohnzimmer mit Schreibtisch (ordentlich aufgeräumt in Nußholz), ein kleines Bad (mit Schräge in der Dusche, hatte ich auch noch nicht gehabt). Im hinteren Teil des Raumes stand eine kleine Musikanlage. Alles wurde verbunden durch den kleinen Flur in dem ich stand. Ich mußte grinsen, als ich die beiden Betten sah, die im hinteren Bereich des kombinierten Wohn- / Arbeits- / Schlafzimmer sah. Wie viele Reisende, einzelne Geschäftsmänner wohl beide für bestimmte Zwecke nutzten? Komische Gedanken, aber nach der Dame an der Rezeption verständlich. Und träumen durfte man ja wohl noch, oder? Nach der sehr angenehmen Dusche wechselte ich Wäschen und die Hemden und setzte mich vor den Fernseher. Trotz aller Ausstattung strahlte das Zimmer eine gewisse Kälte ab - vielleicht auch deswegen, weil ich nicht der Typ war, der bisher viel durch Hotels reisen mußte. Eigentlich war es das vierte Mal seit meinen zwei Jahren, das ich zum Hauptsitz fuhr. In meiner Zweigstelle war ich Herr über das Geschehen, hier wurde mir auf die Finger gesehen. Und das sehr genau, wie ich bitter lächelnd mich erinnerte. Der Blick und die Worte meines Vorgesetzten zeigten genau, was er von mir hielt. Nun, meine Zahlen und Leistungen sprachen zum Glück dagegen und so konnte ich auf seine Meinung nur müde Lächeln. Auch das was die meisten anderen über ihn taten. Langsam stand ich auf und ging zu den beiden großen Fenstern. und blickte in den Hof des Hotels. Licht erhellte ihn halbwegs und durch viel Glas leuchtete das innere des Speiseraumes. Helleres Licht erhellte eine kleine Bar, an der einige Personen standen. Verlockend. Ich zögerte. Eigentlich war ich nicht derjenige der an so eine Bar paßte. Ich sah einige Herren in teuren Anzügen und fragte mich einmal mehr, ob ich da mithalten konnte. Vielleicht letzte Bedenken der heutigen Geschehnisse. Teilweise wohl auf mein junges Alter zurückzuführen. Kleine Bemerkungen unter den sogenannten "Kollegen" hier hatte es eben so gegeben wie Blicke der anderen. meist abschätzend, teils amüsiert aber selten freundlich. Andererseits war mir wirklich nach einen Drink. Auch wenn ich sonst keinen Alkohol trank. Wenig, zumindest. Ich schloß also die Zimmertür hinter mir und ging über den hellen Flur zu den Fahrstühlen. Als ich unten heraustrat, schwand mein Lächeln. Die Besetzung der Rezeption hatte gewechselt. Zwar lächelte diese junge Dame ebenfalls als sie meinen Blick bemerkte, doch die Wärme der anderen (und vor allen ihre Anwesenheit) fehlten. Also nickte ich nur kurz und schob mich an einen wohlbeleibten Herren vorbei in das kleine Restaurant. An einigen Tischen saßen vereinzelte Herren oder kleine Gruppen von Anzügen herum. Doch viel interessanter war die Bar am Ende des Raumes. Dichtgedrängt saßen dort vier Herren. Einen davon kannte ich auch aus der Firma. Wir hatten uns heute morgen kurz getroffen. Er leitete den Absatz im Bereich Berlin. Er erkannte mich und grüßte. Jetzt gab es kein Zurück mehr. Krawatte saß, Anzug war Okay, also hin und lächeln. Er winkte mich zu sich heran. "Hallo Raimund. Schön das Du noch gekommen bist...". Ich lächelte. "Hallo..." sagte ich knapp und ausreichend. Erst einmal abwarten und betrachten lautete meine Vorgehensweise. Die beiden anderen Herren nickten. Ein Hocker wurde frei. Ich setzte mich. Mein Gin - Tonic kam und schon nach Minuten fühlte ich mich wohler. Auch bei dem Anblick, das alle drei ihre Krawatten gelockert hatten. Grinsend erzählten wir Geschichten, Tratsch und anderes aus der Firma. Alle fluchten wir gemeinsam über den neuen Vorgesetzten, der überall seine Probleme hatte und aneckte. Erfreut hörte ich, das seine Position ziemlich am Wackeln war. Ein Umstand, der mich doch ungemein beruhigte. Gehörte der Herr S. doch zu meinen härtesten Kritikern. Aber wir vier hatten Spaß, lachten und erzählten. Längst waren wir alle per Du und ich mußte erkennen, das es doch noch Menschen unter den Kollegen gab. Der nächste Tag und die weiteren Konferenzen schienen an Gefahr zu verlieren. Als wir redeten und tranken, schweiften meine Blicke leicht desinteressiert durch den Raum, blieben aber an einer bestimmten Stelle weiblicher Rundungen hängen, Das erste Mal sah ich die Frau, als ich mich zu der immer freundlichen Bedienung umdrehte und neue Getränke orderte. Ich musterte die andere kurz und konnte ein heben meiner Augenbrauen nicht verhindern. Sie trug ein tief ausgeschnittenes Pailettenkleid und blau und hatte mir den Rücken zugedreht. Der Ausschnitt des Kleides reichte bis unter ihre Hüften. Bis tief in den Rücken reichte aber auch ihr blondes Haar, das sanft fiel und seidig wirkte. Das Kleid reichte bis knapp Mitte der Oberschenkel und zeigte viel gut geformtes Bein, das in einer dunklen Strumpfhose steckte und in schwarzen, hochhackigen Schuhen endete. Der blaue Stoff glitzerte wenn sie sich bewegte und das Licht sich in den Pailletten brach. Es war genau der Typ Kleid, den Frau an so einer Umbegung tragen mochte. Aber andererseits hatte ich da kaum Erfahrung. Aber hier paßte es. Und es paßte zu ihr. Aufreizend aber nicht übertrieben, sinnlich aber nicht billig wirkend. Doch die Gläser kamen und ich wurde abgelenkt. Ich verteilte die Getränke und suchte mit meinen Blicken an meinen Kollegen vorbei erneut die Gestalt der unbekannten. Diesmal sah ich sie von vorne, direkt in ihr Gesicht. Und was für ein Gesicht. Volle Lippen, große Augen, Wangenknochen die ihr etwas exotisches gaben und ein Lächeln das verzaubern konnte. Sie sprach mit den zwei Herren in Grau. Welch ein Kontrast. Kurz war ihr Lachen zu hören. Ein ansteckendes Lachen. Ich ertappte mich bei einem Lächeln. Mein Kollege aus Berlin tippte mich an. Ich wendete mich ihm zu. Sein Grinsen war überdeutlich. "Nette Aussichten, oder...?". Ich nickte nur und nippte an meinen Glas. Zeit genug um weitere Blicke zu riskieren. Ich musterte sie, als sie einen der beiden Herren ansprach. Doch der schüttelte den Kopf. Die beiden schienen sich zu verabschieden und verschwanden in Richtung Foyer. Die Dame in blau schien ein wenig enttäuscht und drehte sich herum. Dabei blieb ihr Blick kurz in meinem haften. Sekundenlang sahen wir uns in die Augen, dann lächelte sie wieder gewinnend. Sie mußte mich nun bemerkt haben. Auch wenn mir das gar nicht so recht war. Ich kam mir ertappt und plump vor, sie einfach so anzustarren. Ich setzte mein Glas ab und sah zu, wie sie zu dem Hocker neben mir kam. Sie winkte die Bedienung heran und bestellte sich einen Martini. So saß sie also direkt neben mir und stützte sich auf ihre freien Ellenbogen ab. Ihr Haar fiel einem Vorhang gleich über ihr Gesicht und mit einer lässigen aber aufreizend wirkenden Bewegung warf sie es wieder Zurück. Und ich saß daneben und starrte sie an. Ich kam mir wie in einen dieser Krimis oder Filmen vor, von an den Bars immer die schönsten Frauen saßen und auf die Abenteuerer und Helden warteten. Nur leider war ich kein Held oder Abenteurer. Wahrscheinlich war ich für so eine Frau nicht einmal interessant. In diesen Moment hätte ich ALLES für ein gutes oder besseres Aussehen gegeben. Doch mir blieb nur mein Glas vor mir, auf das ich mich konzentrierte als würde sich in ihm etwas besonderes befinden. Ich hatte beide Hände um das kühle Glas gelegt und drehte es nachdenklich. Kurz sah ich in der Wölbung das Blau ihres Kleides spiegeln - und das helle weiß ihrer Beine aufblitzen. Ob ich wollte oder nicht, ich mußte einfach den Kopf wenden und sie wieder ansehen. Sie wirkte wie ein Fotomodell: gepflegt, erotisch und absolut fraulich. Ich spürte meine Hände kalt werden und wollte mich schnell wieder meinen Kollegen widmen, als sie sich zu mir umdrehte. Zwischen ihren schlanken Fingern hielt sie eine Zigarette. "Feuer...?" fragte sie nur knapp und sah mich nur an. Der Blick zog durch meinen ganzen Körper. Wie ein Stromschlag! Zuerst war ich Bruchteile einer Sekunde wie elektrisiert, dann setzte das Schlagen meines Herzens ein, dann wurde mir heiß. Ich hob die Schultern, wollte mich entschuldigen Nichtraucher zu sein, als neben mir eine Flamme züngelte. Zu lange gezögert. Wenn auch nur Sekunden. Mein Kollege aus Berlin schob sich und seinen Arm an mir vorbei. In seiner Hand hielt er ein brennendes Feuerzug. In dieser Sekunde hätte ich sterben können. Die Hitze in mir wurde zu einer verlegenen Kälte und zur Enttäuschung. Wahrscheinlich hatte ich gerade die entscheidenden Sekunden zu lange gewartet. Sicher und routiniert lächelte er die Frau an. Sie lächelte eben so warm aber oberflächlich zurück. Mein Kollege zwinkerte mir zu. Ich etwas süßsauer zurück. Es war als hätte er mich auf die Wirklichkeit zurückgeholt. Selbst wenn ich Feuer gehabt hätte, sie hätte ihre Zigarette entzündet und sich dann weggedreht um ihren Drink zu genießen oder ihren beiden bekannten nachzugehen. Wenn sie es denn waren, was ich aus vielen Gründen doch irgendwie nicht unbedingt hoffte. Doch statt dessen stand mein Kollege neben mir und lehnte sich auf die Bar. Daß er mich mit seinem Körper dabei abschirmte schien wohl eher ein nützlicher Nebeneffekt zu sein. Ich verharrte, hörte seine Stimme die nach ihren Drink fragte und dann drehte ich mich wieder meinem Glas zu. Das war nicht meine Welt, hier hatte ich keine Chancen. Hatte ich die überhaupt irgendwo? Sekundenlang krampfte sich etwas in mir zusammen und dann kippte ich das Glas herunter um ein neues zu bestellen. Doch dann kam Bewegung in meinen Kollegen. Er ging um die Frau herum, setzte sich auf den Stuhl neben ihr. ich erkannte, das seine Krawatte auf einmal korrekt saß. Sofort drehte sie ihm den Kopf zu und mir blieben nur Träume, Gedanken und Wünsche. Mein neues Glas kam und ich nahm es in diesem Moment dankbar entgegen. Wieder drehte ich es nachdenklich in beiden Händen und beobachtete das Sprudeln des Getränkes. Als hellen Fleck erkannte ich mein Gesicht. Doch auf einmal stahl sich ein zweiter Fleck hinzu: "Gin-Tonic?" riß mich ihre Stimme aus den Gedanken. Verwirrt und überrascht sah ich hoch und sie dann an. Da war sie wieder, strahlte ganz dicht vor mir und hatte erneut dieses verzaubernde Lächeln. Ihre Augen waren blau. Ein helles Blau mit unglaublicher, endloser tiefe. Und ich wußte auf einmal nicht, was ich sagen sollte. Ich hatte auf einmal das Gefühl, jedes Wort könnte falsch sein oder nicht richtig. Also nickte ich nur stumm und sah wieder auf mein Glas. Irgendwie hatte ich trotz allem nicht die Kraft sie anzusehen. Gleichzeitig schalt ich mich einen narren, denn alles in mir schrie nach einen anderen verhalten, wenn auch ein anderer Teil rief, das alles keinen Sinn hätte - einfach nicht haben konnte... ...Nicht bei so einer Frau! Und wieder war ich sicher, die entscheidenden Sekunden umsonst verstreichen zu lassen. Ich hatte eigentlich erwartet, sie würde sich nun wieder meinen Kollegen widmen, doch der stand auf und ging zu den anderen beiden zurück. Verwirrt folgte ich ihm, Tatsächlich, er zwinkerte mir zu. Was hatte das zu bedeuten. Doch ich konnte mir keine weiteren Gedanken machen. Sanft stieß mich die Frau an der Seite an. Mein Kopf flog herum. Noch dichter war sie bei mir, hatte sich zu mir leicht herübergelehnt. Siedendheiß erkannte ich den tiefen Ausschnitt ihres Kleides und wie er ein wenig mehr sehen ließ von ihrer hellen, verlockenden Haut. Ich blickte in ihre Augen und wußte mich bereits verloren und unsicher. Sie sagte nichts, lächelte nur und hob das Glas. Zitternd kam ich nach und sie stieß an. "Ich bin Melanie, und du...?" fragte sie offen und geradeheraus. Ihre Lächeln waren wieder zu einem freundlichen Lächeln verzogen. Plump, einfach und doch reihte es, um mich aus den Gleisen zu werfen. Ich stammelte meinen Namen, mußte zweimal ansetzen und mich räuspern. Dann hatte ich mich wieder gefangen. Endlich. Sie wiederholte meinen Namen. "Raimund, hmmm, klingt nett...". (Nett, sie sagt NETT. Es wurde heiß in mir. Ich meine, wirklich heiß...;) "Ich habe dich hier noch nie gesehen? Durchreise...?". Ich nickte und schaffte es endlich etwas zu erwidern. Ich glaube ich hatte von den Tagungen erzählt. "Ach..." meinte sie und ihre Augen wurden groß: "Du gehörst dazu?" fragte sie. Ich nickte erneut. Scheinbar meine derzeitige Standardbewegung. "Du kennst die Firma?" fragte ich erstaunt. Diesmal nickte sie. Ein paar Haare fielen ihr vorwitzig in die Stirn. Sie blies sie beiseite und dabei streifte mich die warme Luft. Ich bekam tatsächlich eine Gänsehaut. "Sagen wir, ich kenne ein paar Deiner Kollegen...". Ihre Augen zwinkerten mir vertraut zu uns sie blieb beim Du, das gefiel mir. Noch einmal sah wohl ich sie an und versuchte ihr Alter zu schätzen. Vielleicht ein wenig jünger als ich? Unmöglich! /P Sie sah wohl meinen Blick und zwinkerte mir zu. Ich glaube in dem Augenblick setzte mein herz tatsächlich einen Sprung aus. Sie hatte mir zugezwinkert. Warum? Ich lächelte gequält und sie nickte. "Na also, es geht doch...?". "Was...?" fragte ich verwirrt und völlig überrumpelt. "Na, Dein Lächeln! Ich beobachte dich nun schon ein paar Sekunden. Bisher hast du ziemlich trübe auf dein Glas gestarrt und mich nicht einmal beachtet...". Und wieder ihr zwinkern. Zusammen mit diesem Lächeln eine viel zu gefährliche Mischung für mich... Sie hatte mich also beobachtet: Wenn sie nur wüßte! "Oh, ich habe Sie, äh..., dich schon bemerkt. Sicher habe ich das...!". Es sprudelte einfach aus mir heraus. Sie lachte leise und stieß erneut wieder an. "Raimund, du gefällst mir...". Ich lächelte erneut in ihr Lächeln und kam mir einmal vor wie in einer anderen Welt. Wie hieß sie noch? Melanie? Ich traute mich nicht, sie so anzusprechen sonder nickte ihr nur zu. Sekundenlang herrschte schweigen und ich bekam eine Angst, das unser Gespräch versiegen würde, bevor es richtig angefangen hätte als sie wieder ansetzte: "Und, heute noch irgend etwas bestimmte vor?" fragte sie mit einem tiefen Unterton in der Stimme, der mich noch nervöser machte als ich eh schon war. Ich schüttelte den Kopf. "Nein, nichts bestimmtes..." sprach ich leise und brachte endlich ein sicheres Lächeln zustande. Worauf wollte sie hinaus? Meine Gedanken purzelten durcheinander. Ich wagte kaum zu hoffen... Ich Lächeln wurde breiter. "Nun, vielleicht fällt uns gemeinsam ja etwas ein...?". Ich glaube in dem Moment stand wirklich mein Mund offen. Ich wußte nichts zu sagen und sah sie nur an. Sie beugte sich weiter vor und ich konnte ihr Parfüm riechen. "Alles nur eine Frage des Preises..." flüsterte sie. Auf einmal verstand ich...! Verwirrt blickte ich sie an und in ihr Lächeln. Doch das wirkte anders für mich als wie noch vor ein paar Sekunden. Das schien sie ebenfalls zu merken. Ein kurzes heben ihrer rechten, geschwungenen Augenbraue, dann setzte sie sich zurück. "Nicht interessiert?" fragte sie. Ich konnte mich täuschen aber ihre Stimme wirkte kühler. Also sah ich wieder auf mein Glas. So lief der Hase also. Kurz blickte ich zu meinen Kollegen. Als könne der meine Gedanken lesen, hob der kurz die Schultern. Also sah ich die Frau, Melanie wieder an. "Ich weiß nicht..." sagte ich und sprach die Wahrheit aus. Einerseits war etwas in mir entsetzt, etwas anderes aber war unsicher, was ich tun sollte. Vielleicht war es nicht die Antwort, die man in so einer Situation sagen sollte, denn sie griff nach einer kleinen, blauen Tasche, die neben ihr stand. Sie lächelte immer noch, als sie sich entschuldigte und nach ihrem Drink griff. Meine Hand umfaßte fest und entschlossen ihr Handgelenk. Sie sah mich an. Ich lächelte unsicher und suchte sorgsam meine nächsten Worte: "Was macht man in so einer Situation, wenn man doch Interesse hat...?". Lächelnd blickte ich sie an und ich hoffte meine Unsicherheit wenigstens einigermaßen zu überspielen. Ich spürte dennoch deutlich das zittern in meiner Stimme und das wummern meines Herzens. Sofort wurde ihr Lächeln wieder warm und sie setzte sich wieder. Langsam. Sher langsam. "Du bist wirklich noch neu hier...!" meinte sie nur und hob mir grüßend das Glas entgegen. Wir stießen an. Ich wußte nicht mehr, was ich tat und warum. Ich sah nur diese Frau vor mir, ihr Lächeln und diesen Körper und spürte ein übermächtiges Verlangen. "Du hast ein Zimmer?" fragte sie leise. "Gut, dann zeig mir nur kurz deinen Zimmerschlüssel mit der Nummer und geh dann los. Ein paar Minuten später komme ich nach. keine Angst, ich finde das Zimmer schon. Ich kenne mich hier gut aus...". Das glaubte ich ihr aufs Wort. Ich blieb noch unsicher einen Moment sitzen und griff dann in die Hosentasche. Schwer und kalt lag der Schlüssel in meiner Hand. Ich zeigte ihn ihr kurz, wartete ihr nicken ab und stand dann auf. Diesmal war sie es, die ihre Hand um meinen Arm legte. Ich zögerte, sah sie an. "Und..." meinte sie gedehnt. "...gute Wahl. Ich werde dir diese Reise unvergessen machen...". Sie zwinkerte wieder. Und auf einmal gefiel es mir wieder. Die Worte glaubte ich ihr mehr als gerne: Ihre ganze Gestalt und Erscheinung war ein einziges und verlockendes Versprechen... Auch jetzt noch!" Doch ein wenig zitternd in den Knien stand ich auf. Mein Kollege sah mich grinsend an. "Na, auch kein Glück gehabt...?". Ich sah zu der Frau, sah ihre Gestalt und ihr Winken. "Das kann man so nicht sagen...". Endlich war meine Sicherheit wieder da. "Schau nur, wem sie nachgeht...". Ich zwinkerte ihm zu und verschwand in Richtung der Aufzüge... So ganz wohl war mir nicht und irgendwie kam ich mir vor wie am Beginn eines großen Abenteuers. Vor mir schlossen sich die Türen des Aufzuges und ich fuhr mir durch die Haare. Im polierten Metall der Fahrstuhltüren konnte ich schemenhaft meine Gestalt sehen und fragte mich, ob ich das tun sollte, was ich vorhatte. Sollte ich weiterführen, was einfach so begonnen hatte. So eine Situation war das erste Mal für mich und ich war in der Tat ein bißchen Unsicher, was zu tun war. Noch konnte ich ablehnen. Wirklich? Hatte ich mich nicht innerlich schon überredet? Meine Augen sahen wieder ihre Gestalt, diesmal im Geiste vor mir. Mann war das eine Frau. Eine Frau, bei der ich wohl kaum unter normalen Umständen Chancen gehabt hätte. Warum also nicht zugreifen? Warum also nicht einmal einen Traum ausleben und verwirklichen? Was sprech dagegen. Moral hin und Moral her. Das war eine einmalige Chance. Ich zwang keinen und wenn ich nicht, dann jemand anderes. Und notleidend sah diese Frau wirklich nicht aus. Ich schüttelte noch einmal den Kopf und sprach mein Spiegelbild an. "Das sie SO eine ist, hättest du nie gedacht, oder...?". Was immer das ,so eine" auch bedeuten mochte. Es hatte sich eben ergeben und so nahm ich es hin. Ich WOLLTE einfah nicht mehr darüber nachdenken. Ich mußte leicht schmunzeln. jetzt war mir alles klarer. Ihr Gespräch mit den zwei Herren von vorhin, dann ihr Interesse an mir. Aber warum zum Teufel sollte ich das nicht auskosten. Einmal, einmal ohne Schranken irgendwelcher Vorstellungen. Und sie war wirklich verdammt gut aussehend. Mehr als das. Ich spürte meine Handflächen wieder kalt werden als ich aus den Aufzug trat und mich umsah... Minuten später klopfte es an meiner Tür. Ich saß im Sessel des kleinen Wohnzimmers und fuhr mit dem Finger über meine Lippen. Äußerlich ruhig, innerlich doch ein bißchen unsicher. Ein weiteres Klopfen. ich stand auf und ging zur Tür. Sekundenlang verharrte ich ein letztes Mal. Sollte ich einfach schweigen? bestimmt würde sie dann gehen. Aber es war einfach zu verlockend... Ich öffnete...! Da stand sie. Lächelnd. Und in diesen blauen Kleid, das so eng an ihrer Figur lag und ihr etwas exklusives gab. "Hi..." sagte sie nur und zeigte mir ihre weißen Zähne. Ich erwiderte den Gruß unsicher. Sie hob ihre Hand und deutete mit den Zeigefinger an mir vorbei. Ich trat zur Seite und nickte. Sie kam an mir vorbei. Ihre Hand streifte wie zufällig meine Hüfte. Ich zuckte zusammen. Einen Moment sah ich ihr nach und wußte nicht, was ich eigentlich erwartet hatte: Das sie lasziv am Türrahmen lehnen würden, wenn ich die Tür geöffnet hatte? Das sie irgendwie anders sein würde? Aber nein, sie war immer noch diese Illusion, die mich so faszinierte. "Willst du die Tür nicht schließen?" fragte sie und lächelte immer noch. Ihre Worte rissen mich aus meinen Gedanken. Ich nickte also nur stumm und ließ leise die Tür ins Schloß gleiten. Sie hatte mich erneut erwischt und überrascht. Ich hoffte, meine Unsicherheit verbergen zu können, wußte aber gleich, wenn sie auch nur annähernd so sicher war, wie sie auftrat würde sie mich durchschauen. Das wollte ich vermeiden. Auch wußte ich nicht, was man in so einer Situation tun sollte, was zu sagen war, wie man sich verhalten sollte. Also fragte ich, ob sie einen Drink wolle. Sie schüttelte den Kopf. "Nein, so viel ist nicht gut...". Ich nickte, doch das sah sie schon nicht mehr. Sie hatte sich herumgedreht und war in das kombiniert Wohn- / Schlaf- /Arbeitszimmer gegangen. Also folgte ich ihr, droh, diese Situation übergangen zu haben. Aber sie wußte gut genug, wie sie sich verhalten mußte. Zumindest mußte ihr klar sein, das ich solche Situationen wohl kaum schon einmal erlebt hatte. "Hübsch..." meinte sie und ihr Finger fuhr über das Nußholz des Schreibtisches. Sie drehte sich einmal und sah sich das Zimmer an. Ich kam langsam zu ihr in den Raum, musterte sie. Das blaue Kleid sah teuer aus und lag viel zu eng an ihrem Körper um mich kalt zu lassen. Sie drehte sich herum und sah mich an. Ich lächelte. Erwartete sie, das ich etwas sagen würde. Wenn ja, was? Sie hob eine Augenbraue. Ich sah sie weiterhin an und räusperte mich. So konnte das nicht weitergehen. "Ich muß mich schon entschuldigen..." fing ich an. "Aber dies ist nicht gerade die Situation, die ich schon etliche Male erlebt hätte...". Ihr lächeln wurde angenehmer, fast eine Spur zu amüsiert - aber immer noch angenehm und vor allem nicht überheblich. "Im allgemeinen zahlt der Herr jetzt für kommende Aktivitäten.. ." sagte sie und ich fiel in ihr sanftes schmunzeln ein als ich sie ansah. Sie lachte leise und ich fiel ebenfalls ein. Das befreite von Unsicherheit und Anspannung. Zum Glück ließ sie mich nicht ins offene Messer rennen. Sie hatte verstanden oder erkannt, das ich nicht unbedingt weiterwußte. "Die Höhe richtet sich nur danach, was du erleben willst...". Schon wieder war sie, ihre Worte, alles ein einziges Versprechen... Sie sah mich an und legte ihre kleine, blaue Handtasche auf den Schreibtisch. Langsam kam sie auf mich zu. Dicht vor mir blieb sie stehen und wieder konnte ich in diese blauen Augen sehen, in denen ich mich ohne weiteres verlieren konnte. "Das normale Programm kostet dich vierhundert. Ein bißchen Extra einen hunderter mehr. Alles weitere und Sonderservice gibt es für sechshundert. Und glaube mir...", sie setzte Sekundenlang aus: ,...ich bin jede Mark wert...". Ihr Finger fuhr über mein Hemd, unter meine Krawatte und wieder zurück. Jetzt kannte ich also die Preise, wußte aber unter den angegebenen Dingen nicht viel einzuordnen. "Sonderservice...?" fragte ich also vorsichtig an. Sie lächelte immer noch, kurz wieder intensiver. "Fellatio und wesentlich mehr Hingabe...". Bei dem Wort "Hingabe" kam sie ganz dich an mich und zum ersten Mal konnte ich ihren Körper andeutungsweise spüren. Keine Frage, ich holte meine Brieftasche heraus und zückte das Geld. Ein paar Sekunden verharrte ich. Ich kam mir vor, als kaufte ich Ware an einen Fleischerstand und würde nicht einer Frau gegenüberstehen. Vielleicht machte ich nur weiter, weil ich den Unterschied erkannte und sie nicht als erstes Beispiel sah. Ich wollte ihr das Geld reichen, doch sie kam mir zuvor und nahm die sechs Hunderter an sich. "Gute Wahl..." hauchte sie und ihre Lippen berührten meine Wange. heiß spürte ich ihre Zungenspitze. Steif stand ich da und erschauerte. Regelrechte Gänsehaut jagte über meinen Körper. Zu plötzlich, zu zärtlich und unerwartet kam die Berührung. Ich hatte eher das Bild in Gedanken, das sie sich jetzt ohne weiteres auf das Bett legen würde, aber jetzt verstand ich, was "Sonderservice" war. Eben ein klein bißchen mehr... "Irgendwelche festen Vorstellungen...?" fragte sie und ihr Gesicht war ganz dicht vor den meinen. Ich schüttelte langsam den Kopf. "nein, keine bestimmten..." sagte ich nur leise. Sie lächelte wieder. "Gut, das gibt uns mehr Freiheit um herauszufinden, WAS du magst...". Sie griff nach meiner Hand und legte sie auf ihre rechte Brust. Ich spürte den Stoff des Kleides, ein paar der immer glitzernden Pailletten und noch viel mehr darunter. Erstaunt sah ich sie an. "Na los, willst du Dein Geschenk nicht erkunden...?". Sie hatte genau den richtigen Ton getroffen: Nicht überheblich, nicht distanziert. Statt dessen Vertraut und spielerisch. Vielleicht das beste für meine Person. Ihr warmer Atem strich über mein Gesicht und ihre Lippen bebten sanft. Ich schluckte. Ließ sie sich Küssen? ich versuchte es. Sanft beugte ich mich vor, umfaßte ihren schlanken Körper, zog sie an mich und sah ihr in die Augen. Ihr Lächeln war verschwunden aber um die Mundwinkel lag noch ein Kräuseln. Es machte sie noch attraktiver und anziehender. Ich küßte sie sanft. Ihr Körper drängte sich mir vorsichtig entgegen. Ihre Lippen waren warm, weich und einfach herrlich. Ich hatte die Augen geschlossen und tastete sanft mit meiner Zunge vor. Und immer noch machte sie keine Anstalten den Kuß zu lösen. Bis ich von ihr abließ. Mit sichtlich klopfenden Herzen und einer brennenden Aufregung in mir. Es war mit Sicherheit nicht meiner und vor allem nicht ihr erster Kuß gewesen, aber er war herrlich intensiv gewesen. Und ihr ganzer Körper versprach noch viel mehr. Sie lächelte wieder. Ihre Augen saugten mich auf, ließen mich in dieses herrliche Blau fallen und verzweifelt nach Hilfe und Halt suchen. Ich lächelte ebenfalls. Sie griff nach meiner Hand, drehte sich und legte sie auf ihren Rücken. Ihre Haar flogen und kitzelten mein Gesicht. "Siehst du den Reißverschluß..." sagte sie ganz langsam und leise. Über die Schulter blickte sie mich an. Ich nickte. Meine Hände wurden wieder kalt. "Öffne ihn...!". Mit zitternden Fingern kam ich ihrer Bitte nach. Das Kleid war so verflucht tief ausgeschnitten, das ich weit unten tasten und greifen mußte um den Reißverschluß zu finden. Sanft öffnete er sich, fast geräuschlos und doch war das leise Knacken der einzige Laut im Zimmer. Ich hielt fast den Atem an, als ich immer tiefer zog und immer mehr von ihrer hellen Haut sichtbar wurde. Erst kurz vor dem geschwungenen Po hörte der Reißverschluß auf. Sie drehte sich herum. Das weite Kleid war an ihrer linken Schulter übe die sanften Rundungen des Armes gerutscht. Einer der schmalen Träger hing herab. Sie hielt ihr Kleid nur mit den Fingerspitzen, die an ihren Schultern ruhten. Und wieder dieses angenehme Lächeln. "Soll ich meine Arme herunternehmen?" fragte sie. Schweiß trat auf meine Stirn. Im Moment wünschte ich mir nichts sehnlicher. Sie nahm mein Schweigen als Einverständnis und zog beide Träger vollends über ihre schmalen Schultern. Der blaue Stoff rutschte tiefer, zeigte mehr Haut und die Ansätze großer, fester Brüste. Sie hielt inne. "Sag bitte...!" flüsterte sie. Mit großen Augen sah ich sie an und flüsterte ebenfalls ganz leise mein "bitte...". Sie hauchte mir einen Kuß entgegen und das Kleid fiel. Das Rascheln als es über ihre langen Beine zu Boden glitt, kam mir überlaut vor. Aber der Anblick von ihr war unglaublich. Das Lächeln, der rote Mund, ihre schmale Gestalt, die helle Haut. Ich schluckte als ich auf ihre beiden, großen Brüste starrte. Sie waren rund und fest. Ihre Brustwarzen reckten sich mir neugierig entgegen. Zumindest kam es mir so vor. Und ich wollte glauben... Das einzige, was ihr noch geblieben war, war ein kleiner, schwarzer Slip und die dunklen Strümpfe. Und so stand sie vor mir, mußte einfach meinen Blick spüren und lächelte nur. Sie machte keine Anstalten sich zu bewegen und ich sah einfach nur hin. Seltsam - aber ich fragte mich ausgerechnet in diesen Moment, ob ich ein Zeitlimit hatte. Ich verwarf den Gedanken. Es war auch viel zu leicht an anderes zu denken, bei dieser Frau und ihrer Gestalt vor mir. Sie war schlank, hatte kein Gramm fett. Ihr flacher Bauch endete in der sanften Rundung zwischen ihren Beinen, die von dem schmalen Slip mit dünnen Bändern verdeckt wurde. Und dann diese schmalen Hüften im Gegensatz zu den festen Brüsten. Das war eine klassische Schönheit und ich kam mir vor wie in einer anderen Welt. Es war diese Art Frauen, von denen man träumt, die einen trotz allem perfekt erscheinen. Und sie untermauerte diesen Eindruck ganz deutlich. Blaue Augen, lange, blonde Haare und eine solche Figur. Welcher Mann würde da nicht ins Schwärmen und träume geraten. Und ich stand ihr direkt gegenüber. Nur eine Armeslänge von ihr entfernt, als sie langsam nähertrat. Es war klar, was passieren würde. Ich wußte es und genz gewiß wußte sie es auch. Und das lag in der Luft, schuf eine ganz andere Atmosphäre, die nicht weniger fühlbar war als in vergleichbaren Momenten anderer Situationen und anderer Frauen. "Hast du noch nie eine nackte Frau gesehen?" fragte sie und schmunzelte erneut. Es war fast als ahnte sie, was ich dachte. "Sicher, nur selten welche in solcher grazilen Perfektion...". Sie lachte leise auf und immer noch gefiel mir ihr Lachen. "Grazile Perfektion. Du bist gut...". Sie kam ganz dich an mich heran und drückte ihren nackten Körper angenehm warm und weich gegen mich. "Wollen wir denn nun noch lange so herumstehen oder willst du nicht lieber mehr von dieser grazilen Perfektion genißen" flüsterte sie leise in mein rechtes Ohr. Genau so leise flüsterte ich zurück, das ich die ganze Zeit genoß. Leise lachte sie wieder und ihre warmen Brüste drückten gegen mein Hemd. Sie wußte was sie wollte. Oder war es das, was ich wollte? Aber war beides nicht dasselbe. Wenn sie spielte (und den Gedanken verwarf ich schnell und zu gerne), dann spielte sie perfekt. Ohne weitere Worte knöpfte sie mein Hemd auf. Ich legte meine Hände auf ihren Rücken und strich langsam über die weiche Haut. Ich fragte mich, wie alt sie wirklich war, schwieg aber. Das war bestimmt eine der Fragen, die ich wohl besser nicht stellen sollte. Auf jeden Fall in meinen Altern. Oder älter? Aber sie war so perfekt, das ich Mühe hatte zu schätzen. Sie hatte mein Hemd geöffnet und ihre Finger glitten über mein T-Shirt, das ich darunter trug. "Fühlt sich nach mehr an..." sagte sie wieder schmunzelnd. Ich lächelte nur. Was sollte ich denn sagen. Entschlossen waren meine Hände zu den Rundungen ihres Pos gewandert, der praktisch nackt vor mir lag. Vorsichtig strich ich darüber und ließ es zu, das sie Hemd und T-Shirt aus meiner Anzughose zog. Sie lachte leise als meine Hand über ihren Rücken strich. "Es kitzelt..." sagte sie und biß sich auf die Unterlippe als sie meine Hemdsärmel öffnete. das machte mich fast verrückt und ich küßte sie erneut. Diesmal war sie es, die ihre Zunge vorschnellen ließ. Und wie sie küßte: heiß, verlangend. Ich bekam kaum noch Luft. Fest zog sie mich auf einmal an sich, gab mir ihren Körper und ihren Kuß. Und für mich fing die normale Welt langsam an, in ihrer Bedeutung zu verlieren wie ich mich in sie verlor. Verrückte Gedanken schossen durch meinen Kopf. Erinnerungen an einen Film mit Julia Roberts. Da spielte sie eine junge Prostituierte, die nicht küssen wollte. Scheinbar in der Realität ganz anders... Noch während des Kusses legte sich ihre Hand in meinen Schritt. Sie ließ von mir ab und hauchte ein gespieltes, überraschtes "Huch...". Ich mußte lachen, während ihre Hand sanft zugriff und mein Glied unter dem Stoff nachzeichnete. "Ganz ordentlich für einen Mann im Anzug..." sagte sie und schmunzelte wieder ihr hintergründiges Schmunzeln. Die Berührungen taten ihr übriges um mich noch verlangender zu machen. Ich umfaßte sie, meine Hände strichen über ihren flachen Bauch und zu den großen Brüsten. Sie waren einfach zu verlockend. Als ich sie umfaßte erwartete ich hartes Fleisch, vielleicht wie ein Tennisball. Vielleicht auch, weil ich im Hinterkopf an Silikon glaubte. Doch wenn diese Formen künstlich geschaffen wurden, dann von einem Liebhaber seines Fachs. Weich und warm lag ihr Fleisch in meiner Hand. natürlich und fest. Und angenehm reichlich. Mein Kopf beugte sich vor und meine Zunge huschte über ihre rechte Brust. Mit erstaunen erkannte ich die Gänsehaut auf ihrem Körper. Noch einmal beugte ich mich vor, küßte ihre Brust. Meine Zunge glitt über ihre Brustwarze. Ihre Hände fuhren durch meine Haare und zogen mich fester an sich. Wenn sie ein Spiel spielte, und das nahm ich an, dann so das ich es nicht merkte. Sanft biß ich zu und nahm ihre Brustwarze zwischen meine Zähne. Dabei schlossen sich ihre Augen zur hälfte. Ein kurzes Zögern und sie senkte ihren Körper tiefer und trieb mich weiter in sie hinein. Das wunderbare Gefühl nahm zu als immer mehr von mir umfangen war von dieser Frau. Bis mein Glied fast ganz in ihr war. Wieder beugte sie sich vor, ließ mich so ungeheurer intensiv in sich und küßte mich. Ich legte alle Lust in meinen Kuß und der wurde mit aller Routine (und mehr?) erwidert. Bis sie sich aufsetzte, meine Hände auf ihre Brüste legte und sich bewegte. Ich umfaßte ihre Brüste, vielleicht ein bißchen zu hart, weil mich die pure Lust trieb und beherrschte, aber sie sagte nichts. Sie warf nur den Kopf in den Rücken, drehte ihn, biß wieder auf ihre Unterlippe und bewegte sich immer zu. Immer wieder und wieder trieb sie mich tief in ihren Körper und ich rückte der absoluten Erlösung näher und näher. Bis sie meine Schultern umfaßte und sich neben mich gleiten ließ. "Komm schon..." flüsterte sie. Ich glitt auf sie, mein Glied fand seinen Weg fast von alleine. Sanft stieß ich gegen ihren Eingang. Sie hob sich mir entgegen und ich spürte, wie sie sich öffnete. "Komm schon..." flüsterte sie und umfaßte meine Schultern. Sie öffnete ihre Beine weiter für mich, gab sich mir hin. "Ich bin nicht aus Zucker..." sagte sie nur. Ich drang in sie ein... Sanft, suchend aber bestimmt. Sie sah mich an und umfaßte mein Becken. "Komm schon..." lockte sie und zog mich ganz in sich. Ich drückte nach, aber tiefer war nicht mehr. Ich spürte ihren Herzschlag, die warmen, feuchten Wände ihres Liebeskanals, ihren Körper unter mich und wurde fast wahnsinnig vor Lust. Ich glitt fast aus sie heraus um dann mein Becken vor zu bewegen. Immer wieder und wieder und immer schneller und schneller wurden meine Bewegungen. Mein keuchen vermischte sich in leise Worte von ihr, die ich kaum vernahm. Mein Rhythmus wurde schneller, meine Bewegungen tiefer und härter. Ihre Brüste schwangen im Takt mit, erzitterten. Diesmal beugte ich mich vor und küßte sie. Sie wollte mir zuerst ausweichen, ließ es dann aber geschehen. Ihre Lippen waren weich und ich legte alle meine Erregung hinein. Bis ich mich aufbäumte, bis sich alles in mir verkrampfte und ich meine Lust leise herausschrie. Ich stieß ein letztes Mal tief in sie und spürte mich explodieren. Ich verharrte, spürte, wie sich ihre Muskeln um mein Glied schlossen und brach dann über sie zusammen. Sekundenlang ließ sie mich so liegen, bis sie mich mit einer Hand sanft von sich schob. Vorsichtig glitt sie von mir und achtete darauf, das daß Kondom nicht abrutschte. Erst als sie neben mir saß, zog sie es von meinen Glied. Ich wollte mich erheben, etwas sagen doch sie drückte einen Zeigefinger auf meine Brust. ,Bleib liegen. ich mach das schon...". Sie lächelte und stand auf. Mit langsamen Schritten ging sie zum Flur. Ich sah ihr nach, genoß das Spiel ihrer Linien bei jeder der aufreizenden Bewegungen. Ein letztes Mal sah ich auf ihren Rücken, den Po und den unglaublich langen Beinen, die immer noch in den dunklen Strümpfen steckten. Sie verschwand aus meinen Blick und ich zog die Decke über mich. Als die Toilette rauschte erschien sie auch wieder. Lächelnd aber ohne Worte griff sie zu ihren Kleidern. Sie sah mich direkt an, als sie langsam den Slip wieder anzog. Sie prüfte seinen Sitz und griff dann nach dem blauen Kleid. Und immer noch sah sie zu mir. ,Und?" fragte sie. ,War es so schlimm...?" Das Lächeln kam in ihr Gesicht zurück. Ich schüttelte den Kopf. ,Nein, ganz im Gegenteil...". Sie nickte. ,Unzufriedene Kunden habe ich selten...". Mit einem Schlag hatte sie mir wieder klargemacht, was sie war und warum es passiert war. Aber dazwischen hatte sie mir eine unglaubliche Illusion geboten, in der ich jede Sekunde genossen hatte. Sie griff nach ihrer Handtasche und schloß sie, Vorher wanderte das zweite Kondom wieder hinein. ,Ich werde jetzt gehen..." sagte sie und trat noch einmal zu mir. Sie hielt mir eine Karte hin. Ich griff danach doch sie zog sie noch einmal zurück und hob sie zu ihrem Mund. Sie küßte die Pappe und reichte sie mir. Auf der unbeschriftetetn Rückseite war deutlich das Rot ihres Lippenstiftes in Kußform abgezeichnet. ,Melanie. Ruf mich an." Dann noch eine Nummer. ,Wenn du mal wieder in der Stadt bist..." sagte sie und zwinkerte. Ich lächelte nur. Sie drehte sich herum, zögerte dann. ,Eigentlich war es das nun..." meinte sie. Als sie sich doch noch einmal herumdrehte, sah ich wieder dieses hintergründige Schmunzeln. ,Aber als Neukunde gibt es noch einen Bonus...". Schnell beugte sie sich vor und küßte mich intensiv. Noch einmal ließ sie mich spüren, was gewesen war. Als sie von mir abließ, verharrte sie noch neben meinen Ohr. Ich konnte noch einmal ihren Körper und das Parfüm riechen. ,Und das nächste Mal..." flüsterte sie: ,Das nächste Mal, wenn eine Frau dich um Feuer bietet, sieh zu, das du ein Feuerzeug bei dir hast...". Erstaunt sah ich in ihr leises Lachen. Der nächste Tag war mein Tag. Ich hatte alle überzeugen können. Selbst meinen weltfremden Vorgesetzten. Es war eine lange Sitzung gewesen. lang, voller Statistiken und Zahlen. Und trotz meiner Energie hatte ich Mühe gehabt konzentriert zu bleiben. Immer wieder hatte ich kurz eine schlanke Gestalt im blauen Kleid vor meinen Augen gesehen. Als die Sitzungen zu Ende waren und wir alle erleichtert in das große Firmengebäude strömten um uns in Züge, Flugzeuge und Autos zu verteilen, stoppte mich ein Griff von hinten. Mein Kollege aus Berlin strahlte mich an: ,Mann, was war denn heute mit dir los...?" fragte er. Ich grinste. ,Kaum wieder zu erkennen, was...". Er stieß mich an. ,Na sag schon, wer hat dir geholfen...?". Sicher erwartete er einen Namen aus der Firma. Doch ich griff nur in meine Jacket-Tasche und zeigte eine kleine Visitenkarte vor. Allerdings mit der Rückseite zu ihm. Er wollte danach greifen, doch ich entzog sie ihm schnell. ,Das hier sind meine besonderen Verbindungen. Ungeheuer anspornend und motivierend. Glaub mir...". Ich zwinkerte ihm schelmisch zu. Er legte den Kopf schief und dann drehte ich die Karte herum. Sein Mund öffnete sich, die Augen wurden weit.. ,Die kleine von Gestern Abend an der Bar..." sagte er und reichte dr Karte zurück. Ich nickte, winkte mit der Karte, drehte mich um und ließ ihn grinsend zurück. Während der ganzen Zugfahr habe ich ab und an wieder auf die Karte gesehen. Ab und an mußte ich in mein Spiegelbild am Fenster schmunzeln.


 

E N D E

 



 



 

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