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Der Tag war
lang gewesen. Lang und anstrengend. Als das Taxi in Richtung des
kleinen Hotels schwenkte, sah ich schon das viele Glas des Vorbaus.
Seufzend griff ich zu meinem Samsonite und reichte dem Taxifahrer
sein Geld. Mit Trinkgeld natürlich. ich bekam die Quittung
und stieg aus. Sofort schlug mir die kalte Novemberluft entgegen.
mein Atem dampfte vor dem Mund und es wurde bereits dunkel, obwohl
kurz vor fünf am Nachmittag. Dennoch war ich geschafft und
ausgelaugt. Ich machte mir trotz der Kälte nicht die Mühe,
den grauen Mantel zu schließen. Statt dessen atmete ich noch
einmal durch und streckte mich. Am Morgen noch die lange Fahrt mit
der Bahn aus den schönen Niedersachsen in die Nähe von
Düsseldorf und dann die scheinbar nicht enden wollenden Vorträge
in der Hauptzentrale meiner Firma. Als neuer Mann im Norden, der
seinen Vorgänger als Leiter einer Vertriebsstelle ersetzt lag
natürlich alle Aufmerksamkeit auf mir und meinen Zahlen. Aber
die sprachen für sich. Glücklicherweise. Und daran denken,
was das für Schweiß gekostet hat, wollte ich erst gar
nicht. Ich lächelte leicht und fuhr mit der Hand unter den
Knoten der roten Krawatte. Ich mochte keinen Hemden und erst recht
keine Krawatten. Aber neue Aufgaben brachten auch neue Pflichten
mit sich. Wie ebenfalls auch vieles anderes, das nicht immer angenehm
war. Noch einmal sah ich an dem Hotel hoch und nickte. Gut gewählt.
Klein aber äußerst exklusiv. Ich setzte mich in Bewegung
und sehnte mich nach einer heißen Dusche und einen kleinen
Drink. Die Dame an der Rezeption sah auf, ihr Gesicht verzog sich
zu einem äußerst angenehmen Lächeln. Sie wünschte
mir einen guten Abend und ihre Stimme klang danach. Ich nickte und
grüßte zurück. Sie zwinkerte mir tatsächlich
freundlich zu. Aber leider eine Spur zu distanziert. Dann nannte
ich meinen Namen und durfte mich auf einen Formular verewigen. Ich
bekam die Schlüsseln, eine kurze Erklärung des Weges und
wieder dieses bezaubernde Lächeln. Ich nahm alles drei sehr
erfreut entgegen, grüßte noch einmal und ging in Richtung
der Aufzüge. Ein kurzer Blick durch das Foyer und in den nahen
Speisesaal, in dem auch eine Bar zu finden war reichten um den Eindruck
von Exklusivität zu unterstreichen. Eine Exklusivität,
die auch auf meinen Zimmer nicht nachließ und zum Glück
auch nicht in schlechten Geschmack umschlug. Müde stieß
ich mit dem Hacken die Tür ins Schloß und blieb ein paar
Sekunden im halbdunklen Zimmer stehen. Zwei große Fenster
ließen gerade so viel Licht des endenden Tages ins Zimmer,
das ich Umrisse und Möbel erkennen konnte. Mit Licht sah alles
noch viel annehmbarerer aus. Es war ein kleines Einzelzimmer, wie
es üblich war für einen einzelnen reisenden: ein kleines
Wohnzimmer mit Schreibtisch (ordentlich aufgeräumt in Nußholz),
ein kleines Bad (mit Schräge in der Dusche, hatte ich auch
noch nicht gehabt). Im hinteren Teil des Raumes stand eine kleine
Musikanlage. Alles wurde verbunden durch den kleinen Flur in dem
ich stand. Ich mußte grinsen, als ich die beiden Betten sah,
die im hinteren Bereich des kombinierten Wohn- / Arbeits- / Schlafzimmer
sah. Wie viele Reisende, einzelne Geschäftsmänner wohl
beide für bestimmte Zwecke nutzten? Komische Gedanken, aber
nach der Dame an der Rezeption verständlich. Und träumen
durfte man ja wohl noch, oder? Nach der sehr angenehmen Dusche wechselte
ich Wäschen und die Hemden und setzte mich vor den Fernseher.
Trotz aller Ausstattung strahlte das Zimmer eine gewisse Kälte
ab - vielleicht auch deswegen, weil ich nicht der Typ war, der bisher
viel durch Hotels reisen mußte. Eigentlich war es das vierte
Mal seit meinen zwei Jahren, das ich zum Hauptsitz fuhr. In meiner
Zweigstelle war ich Herr über das Geschehen, hier wurde mir
auf die Finger gesehen. Und das sehr genau, wie ich bitter lächelnd
mich erinnerte. Der Blick und die Worte meines Vorgesetzten zeigten
genau, was er von mir hielt. Nun, meine Zahlen und Leistungen sprachen
zum Glück dagegen und so konnte ich auf seine Meinung nur müde
Lächeln. Auch das was die meisten anderen über ihn taten.
Langsam stand ich auf und ging zu den beiden großen Fenstern.
und blickte in den Hof des Hotels. Licht erhellte ihn halbwegs und
durch viel Glas leuchtete das innere des Speiseraumes. Helleres
Licht erhellte eine kleine Bar, an der einige Personen standen.
Verlockend. Ich zögerte. Eigentlich war ich nicht derjenige
der an so eine Bar paßte. Ich sah einige Herren in teuren
Anzügen und fragte mich einmal mehr, ob ich da mithalten konnte.
Vielleicht letzte Bedenken der heutigen Geschehnisse. Teilweise
wohl auf mein junges Alter zurückzuführen. Kleine Bemerkungen
unter den sogenannten "Kollegen" hier hatte es eben so gegeben wie
Blicke der anderen. meist abschätzend, teils amüsiert
aber selten freundlich. Andererseits war mir wirklich nach einen
Drink. Auch wenn ich sonst keinen Alkohol trank. Wenig, zumindest.
Ich schloß also die Zimmertür hinter mir und ging über
den hellen Flur zu den Fahrstühlen. Als ich unten heraustrat,
schwand mein Lächeln. Die Besetzung der Rezeption hatte gewechselt.
Zwar lächelte diese junge Dame ebenfalls als sie meinen Blick
bemerkte, doch die Wärme der anderen (und vor allen ihre Anwesenheit)
fehlten. Also nickte ich nur kurz und schob mich an einen wohlbeleibten
Herren vorbei in das kleine Restaurant. An einigen Tischen saßen
vereinzelte Herren oder kleine Gruppen von Anzügen herum. Doch
viel interessanter war die Bar am Ende des Raumes. Dichtgedrängt
saßen dort vier Herren. Einen davon kannte ich auch aus der
Firma. Wir hatten uns heute morgen kurz getroffen. Er leitete den
Absatz im Bereich Berlin. Er erkannte mich und grüßte.
Jetzt gab es kein Zurück mehr. Krawatte saß, Anzug war
Okay, also hin und lächeln. Er winkte mich zu sich heran. "Hallo
Raimund. Schön das Du noch gekommen bist...". Ich lächelte.
"Hallo..." sagte ich knapp und ausreichend. Erst einmal abwarten
und betrachten lautete meine Vorgehensweise. Die beiden anderen
Herren nickten. Ein Hocker wurde frei. Ich setzte mich. Mein Gin
- Tonic kam und schon nach Minuten fühlte ich mich wohler.
Auch bei dem Anblick, das alle drei ihre Krawatten gelockert hatten.
Grinsend erzählten wir Geschichten, Tratsch und anderes aus
der Firma. Alle fluchten wir gemeinsam über den neuen Vorgesetzten,
der überall seine Probleme hatte und aneckte. Erfreut hörte
ich, das seine Position ziemlich am Wackeln war. Ein Umstand, der
mich doch ungemein beruhigte. Gehörte der Herr S. doch zu meinen
härtesten Kritikern. Aber wir vier hatten Spaß, lachten
und erzählten. Längst waren wir alle per Du und ich mußte
erkennen, das es doch noch Menschen unter den Kollegen gab. Der
nächste Tag und die weiteren Konferenzen schienen an Gefahr
zu verlieren. Als wir redeten und tranken, schweiften meine Blicke
leicht desinteressiert durch den Raum, blieben aber an einer bestimmten
Stelle weiblicher Rundungen hängen, Das erste Mal sah ich die
Frau, als ich mich zu der immer freundlichen Bedienung umdrehte
und neue Getränke orderte. Ich musterte die andere kurz und
konnte ein heben meiner Augenbrauen nicht verhindern. Sie trug ein
tief ausgeschnittenes Pailettenkleid und blau und hatte mir den
Rücken zugedreht. Der Ausschnitt des Kleides reichte bis unter
ihre Hüften. Bis tief in den Rücken reichte aber auch
ihr blondes Haar, das sanft fiel und seidig wirkte. Das Kleid reichte
bis knapp Mitte der Oberschenkel und zeigte viel gut geformtes Bein,
das in einer dunklen Strumpfhose steckte und in schwarzen, hochhackigen
Schuhen endete. Der blaue Stoff glitzerte wenn sie sich bewegte
und das Licht sich in den Pailletten brach. Es war genau der Typ
Kleid, den Frau an so einer Umbegung tragen mochte. Aber andererseits
hatte ich da kaum Erfahrung. Aber hier paßte es. Und es paßte
zu ihr. Aufreizend aber nicht übertrieben, sinnlich aber nicht
billig wirkend. Doch die Gläser kamen und ich wurde abgelenkt.
Ich verteilte die Getränke und suchte mit meinen Blicken an
meinen Kollegen vorbei erneut die Gestalt der unbekannten. Diesmal
sah ich sie von vorne, direkt in ihr Gesicht. Und was für ein
Gesicht. Volle Lippen, große Augen, Wangenknochen die ihr
etwas exotisches gaben und ein Lächeln das verzaubern konnte.
Sie sprach mit den zwei Herren in Grau. Welch ein Kontrast. Kurz
war ihr Lachen zu hören. Ein ansteckendes Lachen. Ich ertappte
mich bei einem Lächeln. Mein Kollege aus Berlin tippte mich
an. Ich wendete mich ihm zu. Sein Grinsen war überdeutlich.
"Nette Aussichten, oder...?". Ich nickte nur und nippte an meinen
Glas. Zeit genug um weitere Blicke zu riskieren. Ich musterte sie,
als sie einen der beiden Herren ansprach. Doch der schüttelte
den Kopf. Die beiden schienen sich zu verabschieden und verschwanden
in Richtung Foyer. Die Dame in blau schien ein wenig enttäuscht
und drehte sich herum. Dabei blieb ihr Blick kurz in meinem haften.
Sekundenlang sahen wir uns in die Augen, dann lächelte sie
wieder gewinnend. Sie mußte mich nun bemerkt haben. Auch wenn
mir das gar nicht so recht war. Ich kam mir ertappt und plump vor,
sie einfach so anzustarren. Ich setzte mein Glas ab und sah zu,
wie sie zu dem Hocker neben mir kam. Sie winkte die Bedienung heran
und bestellte sich einen Martini. So saß sie also direkt neben
mir und stützte sich auf ihre freien Ellenbogen ab. Ihr Haar
fiel einem Vorhang gleich über ihr Gesicht und mit einer lässigen
aber aufreizend wirkenden Bewegung warf sie es wieder Zurück.
Und ich saß daneben und starrte sie an. Ich kam mir wie in
einen dieser Krimis oder Filmen vor, von an den Bars immer die schönsten
Frauen saßen und auf die Abenteuerer und Helden warteten.
Nur leider war ich kein Held oder Abenteurer. Wahrscheinlich war
ich für so eine Frau nicht einmal interessant. In diesen Moment
hätte ich ALLES für ein gutes oder besseres Aussehen gegeben.
Doch mir blieb nur mein Glas vor mir, auf das ich mich konzentrierte
als würde sich in ihm etwas besonderes befinden. Ich hatte
beide Hände um das kühle Glas gelegt und drehte es nachdenklich.
Kurz sah ich in der Wölbung das Blau ihres Kleides spiegeln
- und das helle weiß ihrer Beine aufblitzen. Ob ich wollte
oder nicht, ich mußte einfach den Kopf wenden und sie wieder
ansehen. Sie wirkte wie ein Fotomodell: gepflegt, erotisch und absolut
fraulich. Ich spürte meine Hände kalt werden und wollte
mich schnell wieder meinen Kollegen widmen, als sie sich zu mir
umdrehte. Zwischen ihren schlanken Fingern hielt sie eine Zigarette.
"Feuer...?" fragte sie nur knapp und sah mich nur an. Der Blick
zog durch meinen ganzen Körper. Wie ein Stromschlag! Zuerst
war ich Bruchteile einer Sekunde wie elektrisiert, dann setzte das
Schlagen meines Herzens ein, dann wurde mir heiß. Ich hob
die Schultern, wollte mich entschuldigen Nichtraucher zu sein, als
neben mir eine Flamme züngelte. Zu lange gezögert. Wenn
auch nur Sekunden. Mein Kollege aus Berlin schob sich und seinen
Arm an mir vorbei. In seiner Hand hielt er ein brennendes Feuerzug.
In dieser Sekunde hätte ich sterben können. Die Hitze
in mir wurde zu einer verlegenen Kälte und zur Enttäuschung.
Wahrscheinlich hatte ich gerade die entscheidenden Sekunden zu lange
gewartet. Sicher und routiniert lächelte er die Frau an. Sie
lächelte eben so warm aber oberflächlich zurück.
Mein Kollege zwinkerte mir zu. Ich etwas süßsauer zurück.
Es war als hätte er mich auf die Wirklichkeit zurückgeholt.
Selbst wenn ich Feuer gehabt hätte, sie hätte ihre Zigarette
entzündet und sich dann weggedreht um ihren Drink zu genießen
oder ihren beiden bekannten nachzugehen. Wenn sie es denn waren,
was ich aus vielen Gründen doch irgendwie nicht unbedingt hoffte.
Doch statt dessen stand mein Kollege neben mir und lehnte sich auf
die Bar. Daß er mich mit seinem Körper dabei abschirmte
schien wohl eher ein nützlicher Nebeneffekt zu sein. Ich verharrte,
hörte seine Stimme die nach ihren Drink fragte und dann drehte
ich mich wieder meinem Glas zu. Das war nicht meine Welt, hier hatte
ich keine Chancen. Hatte ich die überhaupt irgendwo? Sekundenlang
krampfte sich etwas in mir zusammen und dann kippte ich das Glas
herunter um ein neues zu bestellen. Doch dann kam Bewegung in meinen
Kollegen. Er ging um die Frau herum, setzte sich auf den Stuhl neben
ihr. ich erkannte, das seine Krawatte auf einmal korrekt saß.
Sofort drehte sie ihm den Kopf zu und mir blieben nur Träume,
Gedanken und Wünsche. Mein neues Glas kam und ich nahm es in
diesem Moment dankbar entgegen. Wieder drehte ich es nachdenklich
in beiden Händen und beobachtete das Sprudeln des Getränkes.
Als hellen Fleck erkannte ich mein Gesicht. Doch auf einmal stahl
sich ein zweiter Fleck hinzu: "Gin-Tonic?" riß mich ihre Stimme
aus den Gedanken. Verwirrt und überrascht sah ich hoch und
sie dann an. Da war sie wieder, strahlte ganz dicht vor mir und
hatte erneut dieses verzaubernde Lächeln. Ihre Augen waren
blau. Ein helles Blau mit unglaublicher, endloser tiefe. Und ich
wußte auf einmal nicht, was ich sagen sollte. Ich hatte auf
einmal das Gefühl, jedes Wort könnte falsch sein oder
nicht richtig. Also nickte ich nur stumm und sah wieder auf mein
Glas. Irgendwie hatte ich trotz allem nicht die Kraft sie anzusehen.
Gleichzeitig schalt ich mich einen narren, denn alles in mir schrie
nach einen anderen verhalten, wenn auch ein anderer Teil rief, das
alles keinen Sinn hätte - einfach nicht haben konnte... ...Nicht
bei so einer Frau! Und wieder war ich sicher, die entscheidenden
Sekunden umsonst verstreichen zu lassen. Ich hatte eigentlich erwartet,
sie würde sich nun wieder meinen Kollegen widmen, doch der
stand auf und ging zu den anderen beiden zurück. Verwirrt folgte
ich ihm, Tatsächlich, er zwinkerte mir zu. Was hatte das zu
bedeuten. Doch ich konnte mir keine weiteren Gedanken machen. Sanft
stieß mich die Frau an der Seite an. Mein Kopf flog herum.
Noch dichter war sie bei mir, hatte sich zu mir leicht herübergelehnt.
Siedendheiß erkannte ich den tiefen Ausschnitt ihres Kleides
und wie er ein wenig mehr sehen ließ von ihrer hellen, verlockenden
Haut. Ich blickte in ihre Augen und wußte mich bereits verloren
und unsicher. Sie sagte nichts, lächelte nur und hob das Glas.
Zitternd kam ich nach und sie stieß an. "Ich bin Melanie,
und du...?" fragte sie offen und geradeheraus. Ihre Lächeln
waren wieder zu einem freundlichen Lächeln verzogen. Plump,
einfach und doch reihte es, um mich aus den Gleisen zu werfen. Ich
stammelte meinen Namen, mußte zweimal ansetzen und mich räuspern.
Dann hatte ich mich wieder gefangen. Endlich. Sie wiederholte meinen
Namen. "Raimund, hmmm, klingt nett...". (Nett, sie sagt NETT. Es
wurde heiß in mir. Ich meine, wirklich heiß...;) "Ich
habe dich hier noch nie gesehen? Durchreise...?". Ich nickte und
schaffte es endlich etwas zu erwidern. Ich glaube ich hatte von
den Tagungen erzählt. "Ach..." meinte sie und ihre Augen wurden
groß: "Du gehörst dazu?" fragte sie. Ich nickte erneut.
Scheinbar meine derzeitige Standardbewegung. "Du kennst die Firma?"
fragte ich erstaunt. Diesmal nickte sie. Ein paar Haare fielen ihr
vorwitzig in die Stirn. Sie blies sie beiseite und dabei streifte
mich die warme Luft. Ich bekam tatsächlich eine Gänsehaut.
"Sagen wir, ich kenne ein paar Deiner Kollegen...". Ihre Augen zwinkerten
mir vertraut zu uns sie blieb beim Du, das gefiel mir. Noch einmal
sah wohl ich sie an und versuchte ihr Alter zu schätzen. Vielleicht
ein wenig jünger als ich? Unmöglich! /P Sie sah wohl meinen
Blick und zwinkerte mir zu. Ich glaube in dem Augenblick setzte
mein herz tatsächlich einen Sprung aus. Sie hatte mir zugezwinkert.
Warum? Ich lächelte gequält und sie nickte. "Na also,
es geht doch...?". "Was...?" fragte ich verwirrt und völlig
überrumpelt. "Na, Dein Lächeln! Ich beobachte dich nun
schon ein paar Sekunden. Bisher hast du ziemlich trübe auf
dein Glas gestarrt und mich nicht einmal beachtet...". Und wieder
ihr zwinkern. Zusammen mit diesem Lächeln eine viel zu gefährliche
Mischung für mich... Sie hatte mich also beobachtet: Wenn sie
nur wüßte! "Oh, ich habe Sie, äh..., dich schon
bemerkt. Sicher habe ich das...!". Es sprudelte einfach aus mir
heraus. Sie lachte leise und stieß erneut wieder an. "Raimund,
du gefällst mir...". Ich lächelte erneut in ihr Lächeln
und kam mir einmal vor wie in einer anderen Welt. Wie hieß
sie noch? Melanie? Ich traute mich nicht, sie so anzusprechen sonder
nickte ihr nur zu. Sekundenlang herrschte schweigen und ich bekam
eine Angst, das unser Gespräch versiegen würde, bevor
es richtig angefangen hätte als sie wieder ansetzte: "Und,
heute noch irgend etwas bestimmte vor?" fragte sie mit einem tiefen
Unterton in der Stimme, der mich noch nervöser machte als ich
eh schon war. Ich schüttelte den Kopf. "Nein, nichts bestimmtes..."
sprach ich leise und brachte endlich ein sicheres Lächeln zustande.
Worauf wollte sie hinaus? Meine Gedanken purzelten durcheinander.
Ich wagte kaum zu hoffen... Ich Lächeln wurde breiter. "Nun,
vielleicht fällt uns gemeinsam ja etwas ein...?". Ich glaube
in dem Moment stand wirklich mein Mund offen. Ich wußte nichts
zu sagen und sah sie nur an. Sie beugte sich weiter vor und ich
konnte ihr Parfüm riechen. "Alles nur eine Frage des Preises..."
flüsterte sie. Auf einmal verstand ich...! Verwirrt blickte
ich sie an und in ihr Lächeln. Doch das wirkte anders für
mich als wie noch vor ein paar Sekunden. Das schien sie ebenfalls
zu merken. Ein kurzes heben ihrer rechten, geschwungenen Augenbraue,
dann setzte sie sich zurück. "Nicht interessiert?" fragte sie.
Ich konnte mich täuschen aber ihre Stimme wirkte kühler.
Also sah ich wieder auf mein Glas. So lief der Hase also. Kurz blickte
ich zu meinen Kollegen. Als könne der meine Gedanken lesen,
hob der kurz die Schultern. Also sah ich die Frau, Melanie wieder
an. "Ich weiß nicht..." sagte ich und sprach die Wahrheit
aus. Einerseits war etwas in mir entsetzt, etwas anderes aber war
unsicher, was ich tun sollte. Vielleicht war es nicht die Antwort,
die man in so einer Situation sagen sollte, denn sie griff nach
einer kleinen, blauen Tasche, die neben ihr stand. Sie lächelte
immer noch, als sie sich entschuldigte und nach ihrem Drink griff.
Meine Hand umfaßte fest und entschlossen ihr Handgelenk. Sie
sah mich an. Ich lächelte unsicher und suchte sorgsam meine
nächsten Worte: "Was macht man in so einer Situation, wenn
man doch Interesse hat...?". Lächelnd blickte ich sie an und
ich hoffte meine Unsicherheit wenigstens einigermaßen zu überspielen.
Ich spürte dennoch deutlich das zittern in meiner Stimme und
das wummern meines Herzens. Sofort wurde ihr Lächeln wieder
warm und sie setzte sich wieder. Langsam. Sher langsam. "Du bist
wirklich noch neu hier...!" meinte sie nur und hob mir grüßend
das Glas entgegen. Wir stießen an. Ich wußte nicht mehr,
was ich tat und warum. Ich sah nur diese Frau vor mir, ihr Lächeln
und diesen Körper und spürte ein übermächtiges
Verlangen. "Du hast ein Zimmer?" fragte sie leise. "Gut, dann zeig
mir nur kurz deinen Zimmerschlüssel mit der Nummer und geh
dann los. Ein paar Minuten später komme ich nach. keine Angst,
ich finde das Zimmer schon. Ich kenne mich hier gut aus...". Das
glaubte ich ihr aufs Wort. Ich blieb noch unsicher einen Moment
sitzen und griff dann in die Hosentasche. Schwer und kalt lag der
Schlüssel in meiner Hand. Ich zeigte ihn ihr kurz, wartete
ihr nicken ab und stand dann auf. Diesmal war sie es, die ihre Hand
um meinen Arm legte. Ich zögerte, sah sie an. "Und..." meinte
sie gedehnt. "...gute Wahl. Ich werde dir diese Reise unvergessen
machen...". Sie zwinkerte wieder. Und auf einmal gefiel es mir wieder.
Die Worte glaubte ich ihr mehr als gerne: Ihre ganze Gestalt und
Erscheinung war ein einziges und verlockendes Versprechen... Auch
jetzt noch!" Doch ein wenig zitternd in den Knien stand ich auf.
Mein Kollege sah mich grinsend an. "Na, auch kein Glück gehabt...?".
Ich sah zu der Frau, sah ihre Gestalt und ihr Winken. "Das kann
man so nicht sagen...". Endlich war meine Sicherheit wieder da.
"Schau nur, wem sie nachgeht...". Ich zwinkerte ihm zu und verschwand
in Richtung der Aufzüge... So ganz wohl war mir nicht und irgendwie
kam ich mir vor wie am Beginn eines großen Abenteuers. Vor
mir schlossen sich die Türen des Aufzuges und ich fuhr mir
durch die Haare. Im polierten Metall der Fahrstuhltüren konnte
ich schemenhaft meine Gestalt sehen und fragte mich, ob ich das
tun sollte, was ich vorhatte. Sollte ich weiterführen, was
einfach so begonnen hatte. So eine Situation war das erste Mal für
mich und ich war in der Tat ein bißchen Unsicher, was zu tun
war. Noch konnte ich ablehnen. Wirklich? Hatte ich mich nicht innerlich
schon überredet? Meine Augen sahen wieder ihre Gestalt, diesmal
im Geiste vor mir. Mann war das eine Frau. Eine Frau, bei der ich
wohl kaum unter normalen Umständen Chancen gehabt hätte.
Warum also nicht zugreifen? Warum also nicht einmal einen Traum
ausleben und verwirklichen? Was sprech dagegen. Moral hin und Moral
her. Das war eine einmalige Chance. Ich zwang keinen und wenn ich
nicht, dann jemand anderes. Und notleidend sah diese Frau wirklich
nicht aus. Ich schüttelte noch einmal den Kopf und sprach mein
Spiegelbild an. "Das sie SO eine ist, hättest du nie gedacht,
oder...?". Was immer das ,so eine" auch bedeuten mochte. Es hatte
sich eben ergeben und so nahm ich es hin. Ich WOLLTE einfah nicht
mehr darüber nachdenken. Ich mußte leicht schmunzeln.
jetzt war mir alles klarer. Ihr Gespräch mit den zwei Herren
von vorhin, dann ihr Interesse an mir. Aber warum zum Teufel sollte
ich das nicht auskosten. Einmal, einmal ohne Schranken irgendwelcher
Vorstellungen. Und sie war wirklich verdammt gut aussehend. Mehr
als das. Ich spürte meine Handflächen wieder kalt werden
als ich aus den Aufzug trat und mich umsah... Minuten später
klopfte es an meiner Tür. Ich saß im Sessel des kleinen
Wohnzimmers und fuhr mit dem Finger über meine Lippen. Äußerlich
ruhig, innerlich doch ein bißchen unsicher. Ein weiteres Klopfen.
ich stand auf und ging zur Tür. Sekundenlang verharrte ich
ein letztes Mal. Sollte ich einfach schweigen? bestimmt würde
sie dann gehen. Aber es war einfach zu verlockend... Ich öffnete...!
Da stand sie. Lächelnd. Und in diesen blauen Kleid, das so
eng an ihrer Figur lag und ihr etwas exklusives gab. "Hi..." sagte
sie nur und zeigte mir ihre weißen Zähne. Ich erwiderte
den Gruß unsicher. Sie hob ihre Hand und deutete mit den Zeigefinger
an mir vorbei. Ich trat zur Seite und nickte. Sie kam an mir vorbei.
Ihre Hand streifte wie zufällig meine Hüfte. Ich zuckte
zusammen. Einen Moment sah ich ihr nach und wußte nicht, was
ich eigentlich erwartet hatte: Das sie lasziv am Türrahmen
lehnen würden, wenn ich die Tür geöffnet hatte? Das
sie irgendwie anders sein würde? Aber nein, sie war immer noch
diese Illusion, die mich so faszinierte. "Willst du die Tür
nicht schließen?" fragte sie und lächelte immer noch.
Ihre Worte rissen mich aus meinen Gedanken. Ich nickte also nur
stumm und ließ leise die Tür ins Schloß gleiten.
Sie hatte mich erneut erwischt und überrascht. Ich hoffte,
meine Unsicherheit verbergen zu können, wußte aber gleich,
wenn sie auch nur annähernd so sicher war, wie sie auftrat
würde sie mich durchschauen. Das wollte ich vermeiden. Auch
wußte ich nicht, was man in so einer Situation tun sollte,
was zu sagen war, wie man sich verhalten sollte. Also fragte ich,
ob sie einen Drink wolle. Sie schüttelte den Kopf. "Nein, so
viel ist nicht gut...". Ich nickte, doch das sah sie schon nicht
mehr. Sie hatte sich herumgedreht und war in das kombiniert Wohn-
/ Schlaf- /Arbeitszimmer gegangen. Also folgte ich ihr, droh, diese
Situation übergangen zu haben. Aber sie wußte gut genug,
wie sie sich verhalten mußte. Zumindest mußte ihr klar
sein, das ich solche Situationen wohl kaum schon einmal erlebt hatte.
"Hübsch..." meinte sie und ihr Finger fuhr über das Nußholz
des Schreibtisches. Sie drehte sich einmal und sah sich das Zimmer
an. Ich kam langsam zu ihr in den Raum, musterte sie. Das blaue
Kleid sah teuer aus und lag viel zu eng an ihrem Körper um
mich kalt zu lassen. Sie drehte sich herum und sah mich an. Ich
lächelte. Erwartete sie, das ich etwas sagen würde. Wenn
ja, was? Sie hob eine Augenbraue. Ich sah sie weiterhin an und räusperte
mich. So konnte das nicht weitergehen. "Ich muß mich schon
entschuldigen..." fing ich an. "Aber dies ist nicht gerade die Situation,
die ich schon etliche Male erlebt hätte...". Ihr lächeln
wurde angenehmer, fast eine Spur zu amüsiert - aber immer noch
angenehm und vor allem nicht überheblich. "Im allgemeinen zahlt
der Herr jetzt für kommende Aktivitäten.. ." sagte sie
und ich fiel in ihr sanftes schmunzeln ein als ich sie ansah. Sie
lachte leise und ich fiel ebenfalls ein. Das befreite von Unsicherheit
und Anspannung. Zum Glück ließ sie mich nicht ins offene
Messer rennen. Sie hatte verstanden oder erkannt, das ich nicht
unbedingt weiterwußte. "Die Höhe richtet sich nur danach,
was du erleben willst...". Schon wieder war sie, ihre Worte, alles
ein einziges Versprechen... Sie sah mich an und legte ihre kleine,
blaue Handtasche auf den Schreibtisch. Langsam kam sie auf mich
zu. Dicht vor mir blieb sie stehen und wieder konnte ich in diese
blauen Augen sehen, in denen ich mich ohne weiteres verlieren konnte.
"Das normale Programm kostet dich vierhundert. Ein bißchen
Extra einen hunderter mehr. Alles weitere und Sonderservice gibt
es für sechshundert. Und glaube mir...", sie setzte Sekundenlang
aus: ,...ich bin jede Mark wert...". Ihr Finger fuhr über mein
Hemd, unter meine Krawatte und wieder zurück. Jetzt kannte
ich also die Preise, wußte aber unter den angegebenen Dingen
nicht viel einzuordnen. "Sonderservice...?" fragte ich also vorsichtig
an. Sie lächelte immer noch, kurz wieder intensiver. "Fellatio
und wesentlich mehr Hingabe...". Bei dem Wort "Hingabe" kam sie
ganz dich an mich und zum ersten Mal konnte ich ihren Körper
andeutungsweise spüren. Keine Frage, ich holte meine Brieftasche
heraus und zückte das Geld. Ein paar Sekunden verharrte ich.
Ich kam mir vor, als kaufte ich Ware an einen Fleischerstand und
würde nicht einer Frau gegenüberstehen. Vielleicht machte
ich nur weiter, weil ich den Unterschied erkannte und sie nicht
als erstes Beispiel sah. Ich wollte ihr das Geld reichen, doch sie
kam mir zuvor und nahm die sechs Hunderter an sich. "Gute Wahl..."
hauchte sie und ihre Lippen berührten meine Wange. heiß
spürte ich ihre Zungenspitze. Steif stand ich da und erschauerte.
Regelrechte Gänsehaut jagte über meinen Körper. Zu
plötzlich, zu zärtlich und unerwartet kam die Berührung.
Ich hatte eher das Bild in Gedanken, das sie sich jetzt ohne weiteres
auf das Bett legen würde, aber jetzt verstand ich, was "Sonderservice"
war. Eben ein klein bißchen mehr... "Irgendwelche festen Vorstellungen...?"
fragte sie und ihr Gesicht war ganz dicht vor den meinen. Ich schüttelte
langsam den Kopf. "nein, keine bestimmten..." sagte ich nur leise.
Sie lächelte wieder. "Gut, das gibt uns mehr Freiheit um herauszufinden,
WAS du magst...". Sie griff nach meiner Hand und legte sie auf ihre
rechte Brust. Ich spürte den Stoff des Kleides, ein paar der
immer glitzernden Pailletten und noch viel mehr darunter. Erstaunt
sah ich sie an. "Na los, willst du Dein Geschenk nicht erkunden...?".
Sie hatte genau den richtigen Ton getroffen: Nicht überheblich,
nicht distanziert. Statt dessen Vertraut und spielerisch. Vielleicht
das beste für meine Person. Ihr warmer Atem strich über
mein Gesicht und ihre Lippen bebten sanft. Ich schluckte. Ließ
sie sich Küssen? ich versuchte es. Sanft beugte ich mich vor,
umfaßte ihren schlanken Körper, zog sie an mich und sah
ihr in die Augen. Ihr Lächeln war verschwunden aber um die
Mundwinkel lag noch ein Kräuseln. Es machte sie noch attraktiver
und anziehender. Ich küßte sie sanft. Ihr Körper
drängte sich mir vorsichtig entgegen. Ihre Lippen waren warm,
weich und einfach herrlich. Ich hatte die Augen geschlossen und
tastete sanft mit meiner Zunge vor. Und immer noch machte sie keine
Anstalten den Kuß zu lösen. Bis ich von ihr abließ.
Mit sichtlich klopfenden Herzen und einer brennenden Aufregung in
mir. Es war mit Sicherheit nicht meiner und vor allem nicht ihr
erster Kuß gewesen, aber er war herrlich intensiv gewesen.
Und ihr ganzer Körper versprach noch viel mehr. Sie lächelte
wieder. Ihre Augen saugten mich auf, ließen mich in dieses
herrliche Blau fallen und verzweifelt nach Hilfe und Halt suchen.
Ich lächelte ebenfalls. Sie griff nach meiner Hand, drehte
sich und legte sie auf ihren Rücken. Ihre Haar flogen und kitzelten
mein Gesicht. "Siehst du den Reißverschluß..." sagte
sie ganz langsam und leise. Über die Schulter blickte sie mich
an. Ich nickte. Meine Hände wurden wieder kalt. "Öffne
ihn...!". Mit zitternden Fingern kam ich ihrer Bitte nach. Das Kleid
war so verflucht tief ausgeschnitten, das ich weit unten tasten
und greifen mußte um den Reißverschluß zu finden.
Sanft öffnete er sich, fast geräuschlos und doch war das
leise Knacken der einzige Laut im Zimmer. Ich hielt fast den Atem
an, als ich immer tiefer zog und immer mehr von ihrer hellen Haut
sichtbar wurde. Erst kurz vor dem geschwungenen Po hörte der
Reißverschluß auf. Sie drehte sich herum. Das weite
Kleid war an ihrer linken Schulter übe die sanften Rundungen
des Armes gerutscht. Einer der schmalen Träger hing herab.
Sie hielt ihr Kleid nur mit den Fingerspitzen, die an ihren Schultern
ruhten. Und wieder dieses angenehme Lächeln. "Soll ich meine
Arme herunternehmen?" fragte sie. Schweiß trat auf meine Stirn.
Im Moment wünschte ich mir nichts sehnlicher. Sie nahm mein
Schweigen als Einverständnis und zog beide Träger vollends
über ihre schmalen Schultern. Der blaue Stoff rutschte tiefer,
zeigte mehr Haut und die Ansätze großer, fester Brüste.
Sie hielt inne. "Sag bitte...!" flüsterte sie. Mit großen
Augen sah ich sie an und flüsterte ebenfalls ganz leise mein
"bitte...". Sie hauchte mir einen Kuß entgegen und das Kleid
fiel. Das Rascheln als es über ihre langen Beine zu Boden glitt,
kam mir überlaut vor. Aber der Anblick von ihr war unglaublich.
Das Lächeln, der rote Mund, ihre schmale Gestalt, die helle
Haut. Ich schluckte als ich auf ihre beiden, großen Brüste
starrte. Sie waren rund und fest. Ihre Brustwarzen reckten sich
mir neugierig entgegen. Zumindest kam es mir so vor. Und ich wollte
glauben... Das einzige, was ihr noch geblieben war, war ein kleiner,
schwarzer Slip und die dunklen Strümpfe. Und so stand sie vor
mir, mußte einfach meinen Blick spüren und lächelte
nur. Sie machte keine Anstalten sich zu bewegen und ich sah einfach
nur hin. Seltsam - aber ich fragte mich ausgerechnet in diesen Moment,
ob ich ein Zeitlimit hatte. Ich verwarf den Gedanken. Es war auch
viel zu leicht an anderes zu denken, bei dieser Frau und ihrer Gestalt
vor mir. Sie war schlank, hatte kein Gramm fett. Ihr flacher Bauch
endete in der sanften Rundung zwischen ihren Beinen, die von dem
schmalen Slip mit dünnen Bändern verdeckt wurde. Und dann
diese schmalen Hüften im Gegensatz zu den festen Brüsten.
Das war eine klassische Schönheit und ich kam mir vor wie in
einer anderen Welt. Es war diese Art Frauen, von denen man träumt,
die einen trotz allem perfekt erscheinen. Und sie untermauerte diesen
Eindruck ganz deutlich. Blaue Augen, lange, blonde Haare und eine
solche Figur. Welcher Mann würde da nicht ins Schwärmen
und träume geraten. Und ich stand ihr direkt gegenüber.
Nur eine Armeslänge von ihr entfernt, als sie langsam nähertrat.
Es war klar, was passieren würde. Ich wußte es und genz
gewiß wußte sie es auch. Und das lag in der Luft, schuf
eine ganz andere Atmosphäre, die nicht weniger fühlbar
war als in vergleichbaren Momenten anderer Situationen und anderer
Frauen. "Hast du noch nie eine nackte Frau gesehen?" fragte sie
und schmunzelte erneut. Es war fast als ahnte sie, was ich dachte.
"Sicher, nur selten welche in solcher grazilen Perfektion...". Sie
lachte leise auf und immer noch gefiel mir ihr Lachen. "Grazile
Perfektion. Du bist gut...". Sie kam ganz dich an mich heran und
drückte ihren nackten Körper angenehm warm und weich gegen
mich. "Wollen wir denn nun noch lange so herumstehen oder willst
du nicht lieber mehr von dieser grazilen Perfektion genißen"
flüsterte sie leise in mein rechtes Ohr. Genau so leise flüsterte
ich zurück, das ich die ganze Zeit genoß. Leise lachte
sie wieder und ihre warmen Brüste drückten gegen mein
Hemd. Sie wußte was sie wollte. Oder war es das, was ich wollte?
Aber war beides nicht dasselbe. Wenn sie spielte (und den Gedanken
verwarf ich schnell und zu gerne), dann spielte sie perfekt. Ohne
weitere Worte knöpfte sie mein Hemd auf. Ich legte meine Hände
auf ihren Rücken und strich langsam über die weiche Haut.
Ich fragte mich, wie alt sie wirklich war, schwieg aber. Das war
bestimmt eine der Fragen, die ich wohl besser nicht stellen sollte.
Auf jeden Fall in meinen Altern. Oder älter? Aber sie war so
perfekt, das ich Mühe hatte zu schätzen. Sie hatte mein
Hemd geöffnet und ihre Finger glitten über mein T-Shirt,
das ich darunter trug. "Fühlt sich nach mehr an..." sagte sie
wieder schmunzelnd. Ich lächelte nur. Was sollte ich denn sagen.
Entschlossen waren meine Hände zu den Rundungen ihres Pos gewandert,
der praktisch nackt vor mir lag. Vorsichtig strich ich darüber
und ließ es zu, das sie Hemd und T-Shirt aus meiner Anzughose
zog. Sie lachte leise als meine Hand über ihren Rücken
strich. "Es kitzelt..." sagte sie und biß sich auf die Unterlippe
als sie meine Hemdsärmel öffnete. das machte mich fast
verrückt und ich küßte sie erneut. Diesmal war sie
es, die ihre Zunge vorschnellen ließ. Und wie sie küßte:
heiß, verlangend. Ich bekam kaum noch Luft. Fest zog sie mich
auf einmal an sich, gab mir ihren Körper und ihren Kuß.
Und für mich fing die normale Welt langsam an, in ihrer Bedeutung
zu verlieren wie ich mich in sie verlor. Verrückte Gedanken
schossen durch meinen Kopf. Erinnerungen an einen Film mit Julia
Roberts. Da spielte sie eine junge Prostituierte, die nicht küssen
wollte. Scheinbar in der Realität ganz anders... Noch während
des Kusses legte sich ihre Hand in meinen Schritt. Sie ließ
von mir ab und hauchte ein gespieltes, überraschtes "Huch...".
Ich mußte lachen, während ihre Hand sanft zugriff und
mein Glied unter dem Stoff nachzeichnete. "Ganz ordentlich für
einen Mann im Anzug..." sagte sie und schmunzelte wieder ihr hintergründiges
Schmunzeln. Die Berührungen taten ihr übriges um mich
noch verlangender zu machen. Ich umfaßte sie, meine Hände
strichen über ihren flachen Bauch und zu den großen Brüsten.
Sie waren einfach zu verlockend. Als ich sie umfaßte erwartete
ich hartes Fleisch, vielleicht wie ein Tennisball. Vielleicht auch,
weil ich im Hinterkopf an Silikon glaubte. Doch wenn diese Formen
künstlich geschaffen wurden, dann von einem Liebhaber seines
Fachs. Weich und warm lag ihr Fleisch in meiner Hand. natürlich
und fest. Und angenehm reichlich. Mein Kopf beugte sich vor und
meine Zunge huschte über ihre rechte Brust. Mit erstaunen erkannte
ich die Gänsehaut auf ihrem Körper. Noch einmal beugte
ich mich vor, küßte ihre Brust. Meine Zunge glitt über
ihre Brustwarze. Ihre Hände fuhren durch meine Haare und zogen
mich fester an sich. Wenn sie ein Spiel spielte, und das nahm ich
an, dann so das ich es nicht merkte. Sanft biß ich zu und
nahm ihre Brustwarze zwischen meine Zähne. Dabei schlossen
sich ihre Augen zur hälfte. Ein kurzes Zögern und sie
senkte ihren Körper tiefer und trieb mich weiter in sie hinein.
Das wunderbare Gefühl nahm zu als immer mehr von mir umfangen
war von dieser Frau. Bis mein Glied fast ganz in ihr war. Wieder
beugte sie sich vor, ließ mich so ungeheurer intensiv in sich
und küßte mich. Ich legte alle Lust in meinen Kuß
und der wurde mit aller Routine (und mehr?) erwidert. Bis sie sich
aufsetzte, meine Hände auf ihre Brüste legte und sich
bewegte. Ich umfaßte ihre Brüste, vielleicht ein bißchen
zu hart, weil mich die pure Lust trieb und beherrschte, aber sie
sagte nichts. Sie warf nur den Kopf in den Rücken, drehte ihn,
biß wieder auf ihre Unterlippe und bewegte sich immer zu.
Immer wieder und wieder trieb sie mich tief in ihren Körper
und ich rückte der absoluten Erlösung näher und näher.
Bis sie meine Schultern umfaßte und sich neben mich gleiten
ließ. "Komm schon..." flüsterte sie. Ich glitt auf sie,
mein Glied fand seinen Weg fast von alleine. Sanft stieß ich
gegen ihren Eingang. Sie hob sich mir entgegen und ich spürte,
wie sie sich öffnete. "Komm schon..." flüsterte sie und
umfaßte meine Schultern. Sie öffnete ihre Beine weiter
für mich, gab sich mir hin. "Ich bin nicht aus Zucker..." sagte
sie nur. Ich drang in sie ein... Sanft, suchend aber bestimmt. Sie
sah mich an und umfaßte mein Becken. "Komm schon..." lockte
sie und zog mich ganz in sich. Ich drückte nach, aber tiefer
war nicht mehr. Ich spürte ihren Herzschlag, die warmen, feuchten
Wände ihres Liebeskanals, ihren Körper unter mich und
wurde fast wahnsinnig vor Lust. Ich glitt fast aus sie heraus um
dann mein Becken vor zu bewegen. Immer wieder und wieder und immer
schneller und schneller wurden meine Bewegungen. Mein keuchen vermischte
sich in leise Worte von ihr, die ich kaum vernahm. Mein Rhythmus
wurde schneller, meine Bewegungen tiefer und härter. Ihre Brüste
schwangen im Takt mit, erzitterten. Diesmal beugte ich mich vor
und küßte sie. Sie wollte mir zuerst ausweichen, ließ
es dann aber geschehen. Ihre Lippen waren weich und ich legte alle
meine Erregung hinein. Bis ich mich aufbäumte, bis sich alles
in mir verkrampfte und ich meine Lust leise herausschrie. Ich stieß
ein letztes Mal tief in sie und spürte mich explodieren. Ich
verharrte, spürte, wie sich ihre Muskeln um mein Glied schlossen
und brach dann über sie zusammen. Sekundenlang ließ sie
mich so liegen, bis sie mich mit einer Hand sanft von sich schob.
Vorsichtig glitt sie von mir und achtete darauf, das daß Kondom
nicht abrutschte. Erst als sie neben mir saß, zog sie es von
meinen Glied. Ich wollte mich erheben, etwas sagen doch sie drückte
einen Zeigefinger auf meine Brust. ,Bleib liegen. ich mach das schon...".
Sie lächelte und stand auf. Mit langsamen Schritten ging sie
zum Flur. Ich sah ihr nach, genoß das Spiel ihrer Linien bei
jeder der aufreizenden Bewegungen. Ein letztes Mal sah ich auf ihren
Rücken, den Po und den unglaublich langen Beinen, die immer
noch in den dunklen Strümpfen steckten. Sie verschwand aus
meinen Blick und ich zog die Decke über mich. Als die Toilette
rauschte erschien sie auch wieder. Lächelnd aber ohne Worte
griff sie zu ihren Kleidern. Sie sah mich direkt an, als sie langsam
den Slip wieder anzog. Sie prüfte seinen Sitz und griff dann
nach dem blauen Kleid. Und immer noch sah sie zu mir. ,Und?" fragte
sie. ,War es so schlimm...?" Das Lächeln kam in ihr Gesicht
zurück. Ich schüttelte den Kopf. ,Nein, ganz im Gegenteil...".
Sie nickte. ,Unzufriedene Kunden habe ich selten...". Mit einem
Schlag hatte sie mir wieder klargemacht, was sie war und warum es
passiert war. Aber dazwischen hatte sie mir eine unglaubliche Illusion
geboten, in der ich jede Sekunde genossen hatte. Sie griff nach
ihrer Handtasche und schloß sie, Vorher wanderte das zweite
Kondom wieder hinein. ,Ich werde jetzt gehen..." sagte sie und trat
noch einmal zu mir. Sie hielt mir eine Karte hin. Ich griff danach
doch sie zog sie noch einmal zurück und hob sie zu ihrem Mund.
Sie küßte die Pappe und reichte sie mir. Auf der unbeschriftetetn
Rückseite war deutlich das Rot ihres Lippenstiftes in Kußform
abgezeichnet. ,Melanie. Ruf mich an." Dann noch eine Nummer. ,Wenn
du mal wieder in der Stadt bist..." sagte sie und zwinkerte. Ich
lächelte nur. Sie drehte sich herum, zögerte dann. ,Eigentlich
war es das nun..." meinte sie. Als sie sich doch noch einmal herumdrehte,
sah ich wieder dieses hintergründige Schmunzeln. ,Aber als
Neukunde gibt es noch einen Bonus...". Schnell beugte sie sich vor
und küßte mich intensiv. Noch einmal ließ sie mich
spüren, was gewesen war. Als sie von mir abließ, verharrte
sie noch neben meinen Ohr. Ich konnte noch einmal ihren Körper
und das Parfüm riechen. ,Und das nächste Mal..." flüsterte
sie: ,Das nächste Mal, wenn eine Frau dich um Feuer bietet,
sieh zu, das du ein Feuerzeug bei dir hast...". Erstaunt sah ich
in ihr leises Lachen. Der nächste Tag war mein Tag. Ich hatte
alle überzeugen können. Selbst meinen weltfremden Vorgesetzten.
Es war eine lange Sitzung gewesen. lang, voller Statistiken und
Zahlen. Und trotz meiner Energie hatte ich Mühe gehabt konzentriert
zu bleiben. Immer wieder hatte ich kurz eine schlanke Gestalt im
blauen Kleid vor meinen Augen gesehen. Als die Sitzungen zu Ende
waren und wir alle erleichtert in das große Firmengebäude
strömten um uns in Züge, Flugzeuge und Autos zu verteilen,
stoppte mich ein Griff von hinten. Mein Kollege aus Berlin strahlte
mich an: ,Mann, was war denn heute mit dir los...?" fragte er. Ich
grinste. ,Kaum wieder zu erkennen, was...". Er stieß mich
an. ,Na sag schon, wer hat dir geholfen...?". Sicher erwartete er
einen Namen aus der Firma. Doch ich griff nur in meine Jacket-Tasche
und zeigte eine kleine Visitenkarte vor. Allerdings mit der Rückseite
zu ihm. Er wollte danach greifen, doch ich entzog sie ihm schnell.
,Das hier sind meine besonderen Verbindungen. Ungeheuer anspornend
und motivierend. Glaub mir...". Ich zwinkerte ihm schelmisch zu.
Er legte den Kopf schief und dann drehte ich die Karte herum. Sein
Mund öffnete sich, die Augen wurden weit.. ,Die kleine von
Gestern Abend an der Bar..." sagte er und reichte dr Karte zurück.
Ich nickte, winkte mit der Karte, drehte mich um und ließ
ihn grinsend zurück. Während der ganzen Zugfahr habe ich
ab und an wieder auf die Karte gesehen. Ab und an mußte ich
in mein Spiegelbild am Fenster schmunzeln.
E N D E
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